Buchinhalt
Endlich Strache!
Eine Reportage aus der Zukunft
von Hannes Vogler & I Stangl
Verlag Ueberreuter
Hardcover
256 Seiten
ISBN 978-3-8000-7447-1
EUR 19,95, CHF 34,80
Seit eineinhalb Jahren ist HC Strache Bundeskanzler. Und seit einem Jahr leben wir in SEINER Dritten Republik Österreich. Dieses sensationelle Enthüllungsbuch schildert den dornenvollen Weg, den ER bis heute, 2017, zu diesem Ziel gehen musste. Und wie schön das Leben seither ist.
Gestützt auf bisher unbekannte Fakten und geheim gehaltene Dokumente, zeichnen die Autoren ein Panorama der österreichischen Innenpolitik von 2000 bis 2017.
„Gegen Vogler und Stangl sind Bernstein und Woodward journalistische Lehrbuben!“
Neuigkeiten (vormals News)
„Who the fuck are Bernstein and Woodward?“
US-Präsident John Travolta
Pressetext
Endlich Strache!
Eine Reportage aus der Zukunft
von Hannes Vogler & I Stangl
Verlag Ueberreuter
Hardcover
256 Seiten
ISBN 978-3-8000-7447-1
EUR 19,95, CHF 34,80
Seit eineinhalb Jahren ist HC Strache Bundeskanzler. Und seit einem Jahr leben wir in SEINER Dritten Republik Österreich.
Dieses sensationelle Enthüllungsbuch schildert den dornenvollen Weg, den ER bis heute, 2017, zu diesem Ziel gehen musste. Es entlarvt die heimtückischen Gegner, die ER zu bezwingen hatte und es zeigt, wie paradiesisch das Leben unter SEINER Herrschaft ist.
Gestützt auf bisher unbekannte Fakten und geheim gehaltene Dokumente, zeichnen die Autoren ein Panorama der österreichischen Innenpolitik von 2000 bis 2017.
Es waren dramatische Jahre, die uns alle gelähmt haben und verzweifeln ließen. Geprägt durch früher nicht ganz unbekannte Personen wie Faymann und Glawischnig, Dichand und Konrad, Pröll und Pröll. Infolge der Wirtschaftskrise schrumpfte Österreichs einst so stolze Industrie auf Hallstatt-Zeit-Niveau, der rot-weiß-rote Fußball konnte nur mehr mit Liechtenstein mithalten und Tausende Muezzins gierten danach, endlich vom Stephansturm zu predigen...
In ihrer Not griffen selbst einfache, ehrliche Bürger zur Selbsthilfe: Geiselnahmen in Supermärkten, Benzindiebstahl und Beutezüge nach Osteuropa waren an der Tagesordnung.
Vogler und Stangl decken auf, woran Bundespräsident Prof. Andy Borg wirklich gescheitert ist, welche Rolle die gefürchteten BZÖ-Milizen im Freistaat Kärnten heute spielen und auf welche Weise ER uns ausländerfrei, stolz und glücklich gemacht hat.
„Gegen Vogler und Stangl sind Bernstein und Woodward journalistische Lehrbuben!“
Neuigkeiten (vormals News)
„Who the fuck are Bernstein and Woodward?“
US-Präsident John Travolta
Leseprobe 1
Glauben Sie wirklich noch, dass hinter der überraschenden Nationalratswahl 2008 ein heimtückisches Konzept der ÖVP steckte? Welch ein Irrtum! In Wahrheit war es ganz anders. Nämlich noch viel heimtückischer...
Nur gute Verlierer sind wirkliche Verlierer
Frühjahr 2008
Vor schweren Entscheidungen holten sich die alten Griechen einen Orakelspruch der Pythia. Und auch die SPÖ hatte in diesen Jahren eine Pythia. Sie hieß Greenberg. Stanley Greenberg. Von der Greenberg Quinlan Rosner Research Corporation aus Washington D. C.
Und der hatte sie, weiß Gott, noch alle zu dem gemacht, was sie werden hatten wollen, die Clintons, Blairs und Mandelas. Denn sein Job war Guru. Werbe-Guru. Und nun lautete der Kampfauftrag, den SPÖ-Totalabsturz zu verhindern, in diesem schnuckeligen, kleinen Austria, das ungefähr halb so groß war wie Florida, aber wesentlich schlechtere Erdnussbutter besaß.
Das hatte natürlich seinen Preis, aber immerhin, man bekam ja auch etwas für das Geld der Parteimitglieder. Denn ein Stanley Greenberg kam (auf einen Sprung vorbei), sah (sich die Umfragedaten an) und blickte (zuversichtlich nach vorn). In diesem Fall, und wir schreiben das Frühjahr 2008, dürfte er zur Zukunft der österreichischen Social Democrats so ungefähr gemeint haben, sie hätten sehr wohl das Zeug zum front runner, vorausgesetzt man bediene sich eines kleinen dirty tricks. Dann dürfte sich Stanley Greenberg zurückgelehnt und über den schmalen Rand seiner Brille geblickt haben. Und dann muss er, angefleht wie eine Pythia, bedeutungsschwer gesagt haben: "Let's lose a battle to win the war!" Und stieg wieder in den Flieger. Nach Buenos Aires. Oder Canberra. Oder beides.
*
"Let's lose a battle to win the war!" Da saßen sie nun im SPÖ-Vorstand und grübelten, was der Weise aus Übersee mit seinem Orakelspruch gemeint hatte. In die gespannte Stille hinein aber kam der mit allen taktischen Wassern gewaschenen Wiener Vizebürgermeisterin Renate Brauner die Erleuchtung: "Der will, dass wir den Gusi opfern, damit uns die Leut' dann zum Ausgleich dafür wählen!"
Rumoren im Sitzungssaal. Eine an sich geniale Idee. Doch da war ein Problem. Es hieß Alfred Gusenbauer. Und das Problem sagte: "Seid's deppert?"
"Na, i waaaß net!", zögerte die Gusenbauer-Vertraute Doris Bures.
"Die Idee is' super!", strahlte der bullige Oberösterreicher Erich Haider in Richtung seines Vorsitzenden, "Mia locken die Schwoarzen in die Falle! Die sollen sich siegessicher vurkemma und Neuwahlen verlangen! Und dann, knapp vor der Wahl, tauschen mia den Kanzlerkandidaten aus und, bumsti, mia gwinnan! Gusi, du muasst di dafür nur möglichst deppert aufführen!"
"Noch depperter?", raunte die herzliche Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller ihren Sitznachbarn zu.
"Du könntest dir zum Beispiel zu Weihnachten auf Staatskosten a Först-Klass-Ticket für an Privatflug auf Vietnam zahlen lassen!", schlug ein Gewerkschaftsvertreter vor.
Gusenbauer: "Was brauch' i zu Weihnachten nach Vietnam, wenn i zur Mama nach Ybbs fahren kann?"
Brauner: "Wenn wir des wollen, dann machst du des!"
"Und dann könntest du meinen Genossen vorwerfen, dass sie immer nur sudern!", schlug der kernige steirische Landeshauptmann Franz Voves vor. "Dann san sicher olle ganz haaß auf di!"
"Und bitte weiter viel teuren französischen Wein saufen!"
"Ja, und möglichst oft mit der Radlerhosen bergwandern!"
"Und du könntest irgendwo im Ausland auf die österreichischen Abgeordneten schimpfen. Dass die nix hackeln und so!"
"Ja! Bitte! Gusi mach das!", jubelten jetzt auch die letzten Vorstandsmitglieder. "Auf den Schmäh fallen uns der Molterer und der Schüssel sicher eini!" Kreuz und quer ging es jetzt. Man überbot einander geradezu mit originellen Ideen, wie der Bundeskanzler die bockige ÖVP möglichst tollpatschig in die Neuwahl-Falle locken könnte. Da plötzlich kehrte Stille ein. Und aller Blicke ruhten fragend auf dem starken Mann der Partei, dem Wiener Bürgermeister Michael Häupl. Der schnaufte kurz durch, verschränkte die Hände vor dem Bauch und entschied: "Aber macht's, wos wollt's!"
"Danke, Michl, für diese Generalvollmacht!", konnte Alfred Gusenbauer noch herauswürgen, doch ein Blick in die Runde bewies ihm, dass für ihn alles verloren war. Halt! Einen letzten Trumpf hatte er noch: "Genossinnen und 'nossen", sagte er, "und wer macht dann den neuen Kanzlerkandidaten?"
Schweigen. Blicke trafen einander, glitten schnell weiter über die Fotos all der SPÖ-Vorsitzenden an der Wand, hinaus zum Fenster und fanden sich schließlich am Boden wieder. Jeder wusste. Wer jetzt etwas sagt, der ist fällig. Und dann, nach schier endlos langer, quälender Stille, räusperte sich Renate Brauner und fragte: "Wo ist eigentlich der Genosse Faymann?"
"Hat a Arbeitsessen mit dem Chef von aner kleinformatigen Qualitätszeitung", antwortete Faymann-Vertraute Doris Bures.
"Paaasst!", schloss Michael Häupl die Sitzung. "Da kann i ja den Hansl morgen glei fragen, ob er sich eh brav aufg'führt hat!" Und im Abgehen zu Renate Brauner: "Super g'mocht! Den samma los!"
So oder ähnlich muss es damals gewesen sein. Denn anders, wie gesagt, sind weder der Anlass noch der Verlauf des darauf folgenden kurzen, verbissenen Wahlkampfes von 2008 erklärbar.
Mehr über die taktische Cleverness der Sozialdemokraten - und warum sogar der Bundespräsident dabei als Schachfigur missbraucht werden sollte, erfahren Sie in "Endlich Strache! Eine Reportage aus der Zukunft"!
Leseprobe 2
In ihrer Not mobilisieren die alten Parteien die letzten Kräfte, um in der Bevölkerung populär zu werden. Die ÖVP beispielsweise setzt dabei voll auf den Promi-Faktor...
Ein Weihnachtsgeschenk für Österreich
23. Dezember 2012
"Frau Doktor Vera Russwurm ist ja nicht nur in Europa, sondern auch im Österreich überall bekannt!" Einem strahlenden Vizekanzler Josef Pröll konnte auch dieser kleine Lapsus linguae die Freude an seinem gelungenen Coup nicht verderben. Und Vera Russwurm neben ihm grinste ohnedies wie das sprichwörtliche Hutschpferd, wenn es frisch lackiert ist. Außenministerin! Für sie ging mehr als ein Lebenstraum in Erfüllung. Das Gesundheitsressort oder irgendetwas mit Kindern, dafür war sie immer im Gespräch gewesen, aber jetzt gleich eine der glamourösesten Positionen der Republik! Super!
Ja, die gute alte Volkspartei zeigte an diesem 23. Dezember 2012, was sie draufhatte. Und welche Personalreserven in ihr steckten! Josef Pröll hatte zum Befreiungsschlag angesetzt und völlig überraschend zu einer Pressekonferenz mit dem Titel "Ein Weihnachtsgeschenk für Österreich" geladen, wo er den verblüfften Journalisten eine Regierungsumbildung präsentierte.
Es war "auf gut Deutsch gesagt, ein echtes Full-Power-Promi-Deam-Tream" (O-Ton Josef Pröll), das da an seiner Seite ins Wahljahr 2013 starten sollte. Noch dazu mit hohem Frauenfaktor! Neben Vera Russwurm, welche zugleich die politisch so wichtige Kronen-Zeitungs-Flanke abdeckte, glänzte als neue Justizministerin Desireé Treichl-Stürgkh (48), die, so der ÖVP-Chef, "als Opernball-Lady bei der Vergabe von Logenplätzen ihr ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl" bewiesen habe. Auf die Journalistenfrage nach der Vereinbarkeit des Ministeramtes mit ihrer Rolle als dreifache Mutter antwortete die Treichl-Stürgkh charmant: "Geht ganz leicht, weil der Andi (Ehemann und Erste-Bank-Aodili-Chef Andreas Treichl, Anm.) ja mehr zu Hause ist, jetzt wo in seiner Firma die Chinesen das Sagen haben."
Neuer Innenminister wurde der frühere Direktor des Tiergartens Schönbrunn Helmut Pechlaner (66, "Im Umgang mit wilde Viecher kenn' i mi aus!") und das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium übernahmen "Die Original Fidelen Sulmtaler" (61, 54, 54 bzw. 49). Die fachliche Qualifikation dieser Volksmusikgruppe basierte vor allem auf ihren kritischen, volkstümlichen Schlagern wie Mit dem Traktor ins Glück und Schmeiß koa Plastiksackerl weg!
Eine echte Überraschung gelang Josef Pröll schließlich mit der Schaffung eines noch nie da gewesenen "Staatssekretariats für Kindheit und Pubertät". Dieses übernahm Elias Pröll, der zehnjährige Enkel der ehemaligen Ski-Weltcupsiegerin Annemarie Moser-Pröll. Sicher ein tolles Signal an die Jugend, aber auch eine Konzession an die mächtige niederösterreichische ÖVP, welche schon im Vorfeld verlangt hatte, dass "bei jeder Regierungsumbildung irgendein Verwandter von irgendeinem Pröll irgendwas werden muss!", so Erwin Pröll, der Onkel von Josef Pröll.
Mehr über die Strategien der Parteien - und warum die SPÖ den Herrn Strudl der Kronen Zeitung doch nicht in die Regierung bringt, lesen Sie in "Endlich Strache! Eine Reportage aus der Zukunft"!
Leseprobe 3
Anfang 2016 ist es soweit: ER, HC Strache, wird von Bundespräsident Kammersänger Andreas Borg als Bundeskanzler angelobt. Doch was als Falle, in die er gehen sollte, gedacht war, nutzt er zur Totalreform:
Der Stärkste an der Macht
12. Februar 2016
"Ich gelobe!", "Ich gelobe!", "Ich gelobe!" Genau drei Mal hörte der Bundespräsident diesen Eid aus dem Mund eines Ministers bei der Angelobung des Minderheitskabinetts Heinz-Christian Strache am 12. Februar 2016. Schon damit erfüllte der neue Kanzler ein erstes Versprechen, nämlich die Zahl der Ministerien radikal zu verringern. Genau gesagt, eben auf drei. Neben Strache selbst, der in Personalunion auch das Finanz- und Innenressort leitete, gab es ein Ministerium für Inländer, eines für Ausländer und ein Ministerium für Sonstiges. Und dort hatten ab sofort echte Knaller das Kommando.
Ausländerminister wurde erwartungsgemäß des neuen Kanzlers noch rechtere Hand Andreas Mölzer (63), der dafür sogar die Arbeit am zweiten Band seiner Strache-Biografie mit dem Titel Geboren, um zu beißen! über die Zahntechniker-Jahre seines Weggefährten unterbrach. Für seine neue Position qualifiziert war er sowieso, immerhin unterhielt der bisherige EU-Abgeordnete beste Beziehungen nach Deutschland, Flandern, Norditalien und sogar nach Serbien.
Inländerminister wurde zur Überraschung vieler der alte FPÖ-Haudegen Ewald Stadler (54). Das hatte vor allem damit zu tun, dass er für ein Ministeramt sogar sein Hobby, das Sammeln von Fotografien, an den Nagel hängte und sein umfangreiches Archiv der HC-Strache-Privatstiftung übergab. Dass er sich 2008 dem Bündnis Zukunft Österreich angeschlossen hatte und es jetzt wieder verließ, kommentierte er mit den Worten: "Man wird sich ja wohl noch zweimal irren dürfen!" Das Inländerministerium, meinte er, sei ihm wie auf den Leib geschneidert, schließlich wäre er bereits als Inländer geboren worden und daran hätte sich seither nichts geändert.
Sonstigesministerin schließlich wurde die freiheitliche Kraftfrau Barbara Rosenkranz (57). Ein klares Signal an alle Hausfrauen, an alle Mütter von zehn Kindern und alle Ehefrauen von ehemaligen Aktivisten der verbotenen NDP, wie sie selbst.
Auch die bisherige Unsitte, Parteisoldaten geringerer Begabung auf dem bequemen Sessel eines Staatssekretärs unterzubringen, stellte Strache energisch ab. Es gab nämlich keine Staatssekretäre mehr. Nur mehr sogenannte "Unterminister". Aber davon auch nur dreiunddreißig...
Mehr über SEINE sensationelle erste Regierung - und warum enthemmte weibliche Fans von FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky Transparente mit der Aufschrift "Harry, wir wollen ein Kind von dir!" tragen, lesen sie in "Endlich Strache! Eine Reportage aus der Zukunft"!
Leseprobe 4
Klarerweise lassen sich die anderen Parteien HC Straches Regierungsübernahme nicht so ohne weiteres gefallen. Das BZÖ spaltet Kärnten als Rebellenrepublik ab. Mit strengen Grenzkontrollen, zum Beispiel am Packsattel!
Karntn is lei ondas
25. Februar 2016
Entschlossen trat Grenzpolizist Siegbert Schaunigg in die Mitte der Fahrbahn und schaltete das rote Warnlicht ein. "Stopp!", leuchtete es in die Nacht hinaus. Der Wagen hielt und Schaunigg tat, was an dieser Grenze seit dem 13. Jahrhundert niemand mehr getan hatte. Er kontrollierte Reisepässe und fragte nach zollpflichtigen Waren.
"Was ist los?", fragte der Fahrer grantig.
"Grenzkontrolle!", herrschte ihn Schaunigg erneut an. "Hoben Sie a Visum für die Einreise noch Karntn?"
"Bist du deppert oder nur ang'soffen, Oida?"
"Ah, hoben Sie nit gewusst, dass mit heutigem Tog, null Uhr, der Freistaat Karntn/Kärnten seine Unobhängigkeit von der nixnutzigen Zwangsrepublik Österreich mit dem Göld verschlingenden Wossakopf Wean/Wien proklamiert hot?"
"Hearst, lass mich weiterfahren, ich will nach Venedig!"
"Noch Padanien? Guat, in diesem Foll dürfen Sie oba die Autobohn Klognfuat/Klagenfurt–Vilah/Villach nit valossn und ich bin befugt, ihnen ein Transitvisum auszustölln. Kostet zwanzig Jörgalan!"
"Habt's ihr den Villacher Fasching vorverlegt?"
"Dos heißt, Sie hobn a nit gewusst, dass ob sofort alle unsere Ortsnomen zweisprochig sind. Karntnarisch/Deitsch. Und dass ma mia a neue Währung hobn. Den Jörgalan. Entspricht zehn sogenonnten Euro! Zeigen Sie mir amol ihren Reiseposs!"
"Oida, ich hab' doch keinen Pass mit, wenn ich nach Venedig fahr'! Wir leben ja in der EU!"
"Sie vielleicht! Wir nimmer!", stellte Siegbert Schaunigg trocken fest: "Gehn'S, steigen'S amol aus! Mochen'S den Kofferraum auf!"
Inzwischen hatte sich hinter dem angehaltenen Auto eine veritable Kolonne gebildet. Vereinzelt hupte es durch die Nacht. Der Fahrer stieg aus und traute seinen Augen nicht. Gemeinsam mit Siegbert Schaunigg hatte ein Dutzend schwer bewaffneter Männer die Autobahn abgeriegelt. Freischärler. Ein verwegener Haufen in wild kombinierten Kleidungsstücken, bewaffnet mit allem, was man schnell auftreiben hatte können. Panzerfäuste des vormaligen österreichischen Bundesheers waren genauso darunter wie Jagdflinten, Luftdruckpistolen und Jausenmesser. Nur zwei Dinge trugen sie alle: den seit den 2000er-Jahren populär gemachten Kärntner Kilt, eine Art Schottenrock, sowie Baseball-Kappen, auf denen in oranger Farbe die Buchstaben BZK prangten. Das also waren sie. Die gefürchteten Bündnis-Zukunft-Karntn-Milizen. Und sie herrschten ab sofort im Süden. Von Heiligenblut bis zum Loiblpass und von Lavamünd bis ins obere Gailtal. Gnadenlos.
Mehr über diesen Rebellenstaat - und wie toll das Leben unter HC Strache in SEINER Dritten Republik Österreich ist, lesen Sie in "Endlich Strache! Eine Reportage aus der Zukunft"!

