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Presseaussendung | 20. Februar 2026
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Wie die Jugend wirklich spricht: Matej Jakic gibt dem Ethnolekt eine Stimme!
„Wallah, Bruder, war krass!“ – Was für manche nach falschem Deutsch klingt, ist für viele Jugendliche gelebter Alltag. Mit „Bin Straßenbahn, wallah“ legt der Wiener Lehrer und Sprachwissenschaftler Matej Jakic das erste Ethnolekt-Wörterbuch Wiens vor – eine lebendige Brücke zwischen Schulbank und Straße, zwischen Hochdeutsch und Jugendsprache, zwischen Forschung und Realität.
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Sprache verändert sich. Sie wächst, mischt sich, wird neu erfunden. In einer Stadt wie Wien, in der mehr als die Hälfte der Jugendlichen mehrsprachig aufwächst, entsteht daraus eine ganz eigene Ausdrucksform: der Ethnolekt.
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Mit „Bin Straßenbahn, wallah“ veröffentlicht Matej Jakic nun das erste umfassende Ethnolekt-Wörterbuch Wiens. Das Buch ist weit mehr als eine Sammlung von Slang-Begriffen. Es ist ein kulturwissenschaftlicher Blick auf die sprachliche Realität einer neuen Generation.
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Jakic, 1996 in Wien geboren und in Favoriten aufgewachsen, ist Lehrer für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. In seiner Masterarbeit untersuchte er ethnolektale Sprachentwicklungen an einer Wiener Sekundarstufe und konnte empirisch zeigen: Jugendliche beherrschen unterschiedliche Sprachregister bewusst und situationsabhängig. Sie sprechen nicht schlechter Deutsch, sie sprechen vielfältiger!
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Das Buch verbindet persönliche Erfahrungen, wissenschaftliche Einordnung und zahlreiche Dialoge aus dem Wiener Alltag mit einem umfangreichen Wörterbuch von A bis Z. Begriffe wie „Abi“, „Lan“, „wallah“, „Ehre“, „Digga“ oder „Habibi“ werden erklärt, kontextualisiert und in ihren kulturellen Hintergründen verortet.
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Dabei wird deutlich: Ethnolekt ist kein Sprachverfall, sondern Ausdruck von Mehrsprachigkeit, Identität und urbaner Kultur. Hochdeutsch, Dialekt, Englisch, Arabisch, Türkisch oder Balkan-Sprachen greifen ineinander und schaffen neue, lebendige, kreative und selbstbewusste Ausdrucksformen.
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„Bin Straßenbahn, wallah“ ist eine Einladung zum Perspektivwechsel: Wer genau hinhört, erkennt in der Jugendsprache kein Defizit, sondern Kompetenz. Kein Problem, sondern Potenzial.
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Matej Jakic
Hardcover mit Schutzumschlag | 128 Seiten | ISBN 978-3-8000-7795-3 EUR 17,-
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Talking Points:
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Erstes Ethnolekt-Wörterbuch Wiens Eine umfassende Sammlung authentischer Begriffe aus der Wiener Jugendsprache von „Abi“ bis „Zlatan“.
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Sprache als Spiegel der Migrationsgesellschaft Über zwei Millionen Menschen in Österreich haben Migrationshintergrund: Diese Vielfalt prägt auch die Sprache.
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Jugendliche sind registerfähig Forschungsergebnisse zeigen: Jugendliche wechseln bewusst zwischen Ethnolekt, Dialekt und Standarddeutsch.
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Kein Sprachverfall, sondern Sprachwandel Ethnolekt steht in einer langen Tradition sprachlicher Entwicklung. So wie es einst tschechische Einflüsse im Wienerischen gab.
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Brücke zwischen Wissenschaft und Alltag Das Buch verbindet Forschung, persönliche Erfahrungen und lebendige Dialoge.
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»Die Sprache der Jugendlichen hat sich ein besseres Image verdient!« Matej Jakic
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Über den Autor:
Matej Jakic, 1996 in Wien geboren und in Favoriten aufgewachsen, studierte Lehramt und schloss sein Masterstudium an der Universität Wien ab. Er ist Experte für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache und unterrichtet seit 2020 an einer Wiener Mittelschule.
Matej Jakic verbindet Wissenschaft mit Alltag und gibt Jugendsprache und Ethnolekt eine Stimme. In seiner Masterarbeit untersuchte Jakic ethnolektale Sprachentwicklungen bei Schülerinnen und Schülern der Migrationsgesellschaft an einer Wiener Sekundarstufe I. Dabei analysierte er anhand qualitativer Gesprächsdaten den situationsabhängigen Wechsel zwischen Standardsprache und ethnolektalen Sprechweisen und plädierte für eine wertschätzende Perspektive auf sprachliche Vielfalt. Damit liefert die Arbeit einen der ersten empirischen Nachweise dafür, dass Jugendliche in Wien ihre Sprachregister je nach Setting wechseln können.
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EINLADUNG ZUR BUCHPRÄSENTATION
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Autor Matej Jakic im Gespräch mit Wien Museum Direktor Matti Bunzl.
12. März | 18:30 Uhr
Wien Museum| Karlsplatz 8, 1010 Wien
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