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Presseaussendung - 15. September 2026
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Warum Judenhass erhalten bleibt
Martin Haidinger entwirft ein großes historisches Panorama, das auch die Gegenwart nicht ausspart: Das Buch ordnet aktuelle Debatten rund um Israel, Antizionismus und neue Formen des Judenhasses fundiert ein.
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Er hat Religionen, Revolutionen und politische Systeme überlebt. Seine Sprache und Begründungen ändern sich – bestimmte Muster aber kehren immer wieder. Wer waren und wer sind Antisemiten? Warum sind sie es geworden? Unterscheidet sie irgendwas von Menschen, die etwas gegen Deutsche, Inder oder Tadschiken haben? Oder gegen Radfahrer? Was macht den Judenhass derart einzigartig, dass er über so lange Zeit dermaßen präsent war und ist? Und darf man Israels Politik kritisieren, ohne sich den Vorwurf des Antisemitismus gefallen lassen zu müssen?
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TALKING POINTS:
- Judenhass kennt kein politisches Lager: Haidinger zeigt Antisemitismus bei Rechten und Linken und verfolgt die erstaunlichen Schnittmengen scheinbar unvereinbarer Ideologien. Für ihn wird Judenhass an den politischen Rändern zum Stellvertreter für eine gemeinsame Ablehnung des freien Westens.
- Wien als „Versuchsstation“ des Antisemitismus: Mittelalterliche Pogrome, Luegers politisch eingesetzter Antisemitismus, die Entstehung des Zionismus und die Verfolgung und Ermordung der Wiener Juden: Haidinger macht seine Heimatstadt zur großen Fallstudie des Buches.
- Der moderne Rassismus kam später: Haidinger widerspricht der Vorstellung, der rassistisch begründete Antisemitismus sei eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Seine These: Viele seiner Motive waren bereits im vorchristlichen Antijudaismus der Antike und dann im Christentum angelegt; der moderne Rassismus sei vielmehr ein „Spin-off des uralten Judenhasses“.
- Antisemitismus als politisches Werkzeug: Karl Lueger, aber auch Sozialdemokraten wie Franz Schuhmeier erkannten früh, wie wirkungsvoll sich vorhandene Ressentiments mobilisieren ließen. Haidinger zeichnet nach, wie Judenfeindschaft gezielt eingesetzt und wieder zurückgenommen wurde, sobald sie politisch nichts mehr einbrachte.
- Theodor Herzl und die Wiener Vorgeschichte Israels: Ausgerechnet das antisemitisch aufgeladene Wien des späten 19. Jahrhunderts wurde zu einem Ausgangspunkt des politischen Zionismus. Haidinger zeigt Herzls Weg vom assimilationsbereiten Wiener Studenten zur Idee eines eigenen jüdischen Staates und damit eine Vorgeschichte, die unmittelbar in die Konflikte der Gegenwart führt.
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„Antisemitismus beginnt dort, wo Menschen nicht mehr als Menschen wahrgenommen, sondern auf Bilder reduziert werden, die sich verselbstständigen und für Wirklichkeit gehalten werden. Erkenntnis beginnt dort, wo wir diese Bilder hinter uns lassen. Darin liegt keine Garantie für eine bessere Welt – aber doch vielleicht die Voraussetzung dafür, dass wir sie nicht vorschnell aufgeben.“
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Rabbiner Walter Homolka, Professor für Jüdische Theologie Universität Potsdam
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DAS BUCH: JUDENHASS Ein Virus, das die Welt umspannt Mit einem Vorwort von Rabbiner Walter Homolka, Professor für Jüdische Theologie Universität Potsdam
Hardcover
224 Seiten,
ISBN 978-3-8000-8119-6 EUR 25,-
Erscheint am 25. September 2026
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DER AUTOR:
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Prof. Mag. Martin Haidinger, Historiker und Journalist aus Wien, ist Wissenschaftsredakteur beim ORF und Autor zahlreicher Sachbücher. Seit vielen Jahren widmet er sich der Vermittlung von Geschichte und Geschichten in seinen Sendungen auf Radio Ö1 und früher auf ORF2, BR Alpha und im Deutschlandfunk. Er ist Redaktionsleiter der Ö1-Wissenschaftssendung „Science Arena“. Bei Ueberreuter erschienen: „Wilhelm Höttl. Spion für Hitler und die USA“ und „… und dann wurden sie Nazis. Faszination Hitler“.
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EINLADUNG zur Buchpräsentation
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Wir freuen uns, wenn Sie bei einer der Veranstaltungen dabei sein möchten und auch Ihre Leser:innen darüber informieren.
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Buchhandlung Thalia 12.Oktober 2026 | 18:30 - 20:00 Landstraßer Hauptstraße 2a/2b, 1030 Wien
Martin Haidinger im Gespräch mit Rabbiner Walter Homolka
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Jüdisches Museum 13.Oktober 2026 | 18:30 - 20:00 Dorotheergasse 11, 1010 Wien
Mit Martin Haidinger, Rabbiner Walter Homolka (Universität Potsdam) und dem Historiker Hannes Leidinger (Universität Wien)
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