Beschreibung
Zwischen Muff und Moderne
Der Mann ist Familienoberhaupt, er entscheidet, ob seine Frau arbeiten darf. Ein Wirt, der einem unverheirateten Paar ein Zimmer vermietet, riskiert eine Anzeige. Man diskutiert Verkaufsbeschränkungen für »Micky Maus«-Comics, und in Teilen des Landes sind Twist-Tanzen und das Tragen von Bikinis verboten.
Herbert Lackner porträtiert die ersten 25 Jahre der Zweiten Republik: den langsamen Wirtschaftsaufschwung bei gleichzeitiger gesellschaftlicher Stagnation, die Prüderie, aber auch das Fernweh (Freddy Quinn und der Toast Hawaii), die Heimatfilme und die ländliche Wirklichkeit, die ersten Gastarbeiter, die Avantgarde und ihre Verbürgerlichung.
Österreich im ersten Vierteljahrhundert nach dem Krieg – ein Land, das nur mühsam seinen Weg in die Moderne fand.
AUS DEM INHALT:
Die Aufarbeitung – NS‑Prozesse und Opfermythos
Besatzungstrauma – Übergriffe in der Sowjetzone
Der Mief kehrt zurück – Zensur und Sittenwächter
Poldls Glück und Ende – Figl‑Mythos
Heimat‑Schmalz und Kaiser‑Schmarren – »Sissi«‑Kult
Pizza, Vespa und Cassata – Italien-Sehnsucht
Es geht aufwärts – Konsumboom
u.v.m.





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