Parasiten – Meister der Manipulation

Von ferngelenkten Fischen, Zombie-Ameisen und willenlosen Menschen

Fundierte Naturwissenschaft, populär präsentiert und mit schwarzem Humor garniert.

(11 Kundenrezensionen)

 25,00

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Ein renommierter Arzt und ein Medizinjournalist lüften den Vorhang zur bizarrsten Show der Natur, in der Mini-Bestien ihre Wirte zu willenlosen Marionetten verwandeln, egal ob Mensch oder Tier.

Artikelnummer: 9783800078967 Kategorie: Schlagwörter: , , , ,
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Beschreibung

Die bizarrste Show der Natur: Die Welt der Parasiten – Ein Blick auf eine verborgene Welt, die gleichermaßen erschreckt, fasziniert und staunen lässt. 

Parasiten sind keine Randerscheinung – sie beeinflussen die Gesundheit, Evolution und das Zusammenleben von Menschen und Tieren. Das Buch zeigt, wie stark unser Alltag von ihnen geprägt ist, ohne dass wir es bemerken.

Eine Ameise erklimmt mit erstaunlicher Präzision die exakte Höhe eines Grashalmes, beißt zu und wartet – pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk – bis sie gefressen wird. Eine Maus verliert ihre Angst und spaziert todesmutig in den Rachen einer Katze. Ein Fisch tauscht seine Zunge gegen einen blutsaugenden Untermieter und macht pflichtbewusst weiter. Die Regisseure dieser Szenen? Parasiten: unscheinbar, hochspezialisiert und erstaunlich angepasst.

In »Parasiten – Meister der Manipulation« werfen Hans-Peter Hutter und Raoul Mazhar einen ebenso vergnüglichen wie kenntnisreichen Blick darauf, wie Mikroorganismen Verhalten umprogrammieren, Körper kapern und Evolutionsgeschichte mitschreiben: wissenschaftlich präzise, mit trockenem Witz und oft makaber komisch.

  • Überall zu Hause: Urwald, Tiefsee, Stadtwohnung – Parasiten besetzen jeden Lebensraum. Schaben finden jede Ritze; Überträger wie Stechmücken nutzen die Erderwärmung als Ticket in gemäßigte Breiten.
  • Ursprung des Komplexen: Am Anfang stand kein Ei, sondern ein Ur-Parasit. Aus ehemaligen Eindringlingen wurden Zellorganellen, der Motor für das moderne Leben.
  • Fossile Blamagen: Dinos kratzten sich, und wir tun es auch noch: Bernstein und versteinerte »Häufchen« zeigen, dass selbst T-Rex vor Mikroorganismen kapitulierte.
  • Hochkultur am Haken: Pärchenegel prägten das Reich der Pharaonen – vom mysteriösen »a’a« bis zur Mumie. Der Nil nährte Ägypten – und seine Parasiten.
  • Heute, hier, in Ihrer Hosentasche: Moderne Parasiten piepen, blinken, vibrieren. Signale, denen wir uns längst unterworfen haben. Die Biologie erklärt, warum wir klicken, wischen, tippen. Vorbild: Natur. Anreiz: irregeleitete Neugierde.
  • Lenkung statt Raub: Ein Zombie-Pilz taktet Ameisen auf Uhrzeit und Bisshöhe. Einzeller parfümieren uns so, dass Stechmücken nicht vorbeifliegen können. Kontrolle erfolgt subtil, nicht brachial.

Wie gut also, dass Sie dieses Buch gekauft haben, denn hier ist Wissenschaft das pure Vergnügen. Nie hätte ich gedacht, dass Parasiten so amüsant (und gleichzeitig erschreckend) sein können. Wer The Last of Us gesehen hat, wird sich freuen zu erfahren, dass Pilze, die ihre Wirte in Zombies verwandeln, ganz real existieren.
Aus dem Vorwort von Ursula Poznanski 

»Die raffiniertesten Parasiten haben im Laufe ihrer Evolution die Fähigkeit entwickelt, das Verhalten und die Psyche ihres Wirts zu ihrem eigenen Vorteil zu manipulieren.«
(Cora Richter | Parasiten: Wie Parasiten ihre Opfer steuern -Medizin – Gesellschaft – Planet Wissen)

 

Zusätzliche Informationen

Sprache

Produkttyp

Produktinfos

Lesetipp

Details zum Buch

Erscheinungsdatum: 09/2025
Einband: Hardcover mit Schutzumschlag
192 Seiten
Abmessungen 14,8cm x 22cm
ISBN: 978-3-8000-7896-7

AUTOR:INNEN

Hans-Peter Hutter

Dipl.-Ing. Dr. med. Hans-Peter Hutter, geboren in Wien, studierte im Doppelstudium Landschaftsökologie an der Boku und Medizin an der Uni Wien, ist heute stellvertretender Abteilungsleiter der Abteilung für Umwelthygiene und Umweltmedizin an der MedUni Wien. Nicht nur die Erforschung der Auswirkungen von Umwelteinflüssen, wie z. B. Umweltchemikalien, Klimaveränderungen oder elektromagnetische Felder, sind ihm ein Anliegen, sondern auch die verständliche Vermittlung von Umweltrisiken. Denn nur so kann einem weiteren Abdriften der Gesellschaft in Richtung Wissenschaftsfeindlichkeit begegnet werden.

Raoul Mazhar

Raoul Mazhar, geboren in Graz und aufgewachsen in Wien, lebt heute mit seiner Familie in Baden bei Wien. Schon während seines Medizinstudiums in Wien entdeckte er seine Leidenschaft fürs Schreiben, als er als Einsatzleiter einer Ärzteflugambulanz leidenschaftlich Einsatzberichte verfasste. Heute leitet Mazhar beim renommierten Wissenschaftsverlag Springer Nature als Chefredakteur die »Ärzte Woche«.Seine Überzeugung: Wissen wird am bestenmit einem Augenzwinkern vermittelt – eine Philosophie, die sich durch dieses Buch zieht.

PRESSESTIMMEN

Raoul Mazhar und Hans-Peter Hutter erbringen den Beweis, dass Wissenschaft keineswegs trocken und langweilig sein muss.
Hier habe sich zwei Meister ihres Fachs gefunden; beim Lesen kommt man aus dem Staunen und Schmunzeln kaum mehr heraus.
ZAHN ARZT – Ingo Schlager
Vor uns liegt ein ebenso lehrreiches wie unterhaltsames Buch, das Wissenschaft mit Witz und Staunen verbindet – und uns lehrt, dass selbst die kleinsten Kreaturen große Geschichten erzählen.
ÄRZTE WOCHE – Martin Krenek-Burger
Je weiter man liest, umso panischer könnte man angesichts solch bösartiger Organismen werden – wären da nicht die Fabulierfreude und der Humor der beiden Autoren.
BUCHKULTUR – Martin Kugler
Ein Parasiten-Krimi! Wissenschaftlich fundiert und höchst amüsant eröffnet sich hier eine völlig neue Welt.
KRONEN ZEITUNG – Karin Podolak

Presseinformationen

Cover-Download:

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Pressetext zur redaktionellen Verwendung

Die Welt der Parasiten: Ein Blick auf eine verborgene Welt, die gleichermaßen erschreckt, fasziniert und staunen lässt.

Parasiten sind keine Randerscheinung – sie beeinflussen die Gesundheit, Evolution und das Zusammenleben von Menschen und Tieren. Das Buch zeigt, wie stark unser Alltag von ihnen geprägt ist, ohne dass wir es bemerken.

Eine Ameise erklimmt mit erstaunlicher Präzision die exakte Höhe eines Grashalmes, beißt zu und wartet – pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk – bis sie gefressen wird. Eine Maus verliert ihre Angst und spaziert todesmutig in den Rachen einer Katze. Ein Fisch tauscht seine Zunge gegen einen blutsaugenden Untermieter und macht pflichtbewusst weiter. Die Regisseure dieser Szenen? Parasiten: unscheinbar, hochspezialisiert und erstaunlich angepasst.

In »Parasiten – Meister der Manipulation« werfen Hans-Peter Hutter und Raoul Mazhar einen ebenso vergnüglichen wie kenntnisreichen Blick darauf, wie Mikroorganismen Verhalten umprogrammieren, Körper kapern und Evolutionsgeschichte mitschreiben: wissenschaftlich präzise, mit trockenem Witz und oft makaber komisch.

  • Überall zu Hause: Urwald, Tiefsee, Stadtwohnung – Parasiten besetzen jeden Lebensraum. Schaben finden jede Ritze; Überträger wie Stechmücken nutzen die Erderwärmung als Ticket in gemäßigte Breiten.
  • Ursprung des Komplexen: Am Anfang stand kein Ei, sondern ein Ur-Parasit. Aus ehemaligen Eindringlingen wurden Zellorganellen, der Motor für das moderne Leben.
  • Fossile Blamagen: Dinos kratzten sich, und wir tun es auch noch: Bernstein und versteinerte »Häufchen« zeigen, dass selbst T-Rex vor Mikroorganismen kapitulierte.
  • Hochkultur am Haken: Pärchenegel prägten das Reich der Pharaonen – vom mysteriösen »a’a« bis zur Mumie. Der Nil nährte Ägypten – und seine Parasiten.
  • Heute, hier, in Ihrer Hosentasche: Moderne Parasiten piepen, blinken, vibrieren. Signale, denen wir uns längst unterworfen haben. Die Biologie erklärt, warum wir klicken, wischen, tippen. Vorbild: Natur. Anreiz: irregeleitete Neugierde.
  • Lenkung statt Raub: Ein Zombie-Pilz taktet Ameisen auf Uhrzeit und Bisshöhe. Einzeller parfümieren uns so, dass Stechmücken nicht vorbeifliegen können. Kontrolle erfolgt subtil, nicht brachial.

Wie gut also, dass Sie dieses Buch gekauft haben, denn hier ist Wissenschaft das pure Vergnügen. Nie hätte ich gedacht, dass Parasiten so amüsant (und gleichzeitig erschreckend) sein können. Wer The Last of Us gesehen hat, wird sich freuen zu erfahren, dass Pilze, die ihre Wirte in Zombies verwandeln, ganz real existieren.
Aus dem Vorwort von Ursula Poznanski 

»Die raffiniertesten Parasiten haben im Laufe ihrer Evolution die Fähigkeit entwickelt, das Verhalten und die Psyche ihres Wirts zu ihrem eigenen Vorteil zu manipulieren.«
(Cora Richter | Parasiten: Wie Parasiten ihre Opfer steuern -Medizin – Gesellschaft – Planet Wissen)

TALKING POINTS: 

  • Fundierte Biologie verbunden mit erzählerischer Leichtigkeit: Das Buch nimmt Leser:innen mit zu skurrilen Organismen und deren beeindruckende Methoden. Vertrauen in Wissenschaft lebt von guter Erklärung, und davon, dass sie hängen bleibt.
  • Die Autoren wissen, warum sie ein todernstes Thema mit Witz erzählen: Humor ist hier kein Klamauk, sondern Lesemotivation, die Neugier weckt und Komplexes zugänglich macht. Der Nachrichtenwert liegt im Zusammenspiel: faktenstark, pointiert, witzig.
  • Relevanz für Medizin und Gesellschaft: Das Buch macht klar, dass Parasiten nicht nur eine Plage sind, sondern auch ein zentrales Forschungsthema für Medizin, Immunologie und Epidemiologie. Ein hochaktuelles Thema, das angesichts globaler Gesundheitsfragen interessiert.
  • »Parasiten« eröffnet ein neues Bewusstsein für und eine ungewohnte Perspektive auf die Natur: Sie sind nicht nur Schädlinge, sondern auch Motor der Evolution und unverzichtbare Teile von Ökosystemen.
  • Parasiten faszinieren, weil sie gleichermaßen erschrecken und neugierig machen. Die Autoren nutzen diesen »Gruselreiz«, um Leser:innen zu fesseln – und bieten gleichzeitig fundiertes Wissen. Ein Lesemagnet auch für Ihr Medium.

11 Bewertungen für Parasiten – Meister der Manipulation

  1. Melanie Truhöl

    Parasiten mit Witz
    In diesem Sachbuch werden geläufige – jedenfalls an manchen Orten der Welt – Parasiten vorgestellt. In der Mehrzahl befinden sich darunter Darmparasiten und man bekommt schon das ein oder andere ungute Gefühl während des Lesens.

    Den einzelnen Kapiteln ist eine Art Tinderseite vorangestellt, die Para-Match genannt wird. In dieser wird kurz vorgestellt was der Parasit besonders mag und was gar nicht. Das macht das ganze Thema schon mal sehr locker.

    Ebenfalls ist der Schreibstil recht witzig und es werden Vergleiche aus anderen Bereichen des Lebens zur Erklärung herangezogen. Man benötigt keine Vorkenntnisse in Biologie, Chemie oder Medizin um das Buch zu verstehen.

    Ein bisschen nervig ist das gendern im Buch. Um allen gerecht zu werden wird die Einzahl in der weiblichen Form und die Mehrzahl in der männlichen beschrieben, was aber leider nicht immer Sinn macht.

  2. Stardust

    Unterhaltsam aufgearbeitet
    “Parasiten – Meister der Manipulation” von Dipl.-Ing. Dr. med. Hans-Peter Hutter und Raoul Mazhar ist ein Buch, das nicht nur lehrreich und informativ, sondern auch absolut unterhaltsam ist.
    Es werden hier sehr bekannte Parasiten vorgestellt, aber auch exotische, von denen ich noch nie gehört habe.
    Es gibt jeweils ein Porträt, es gibt Fakten zur Verbreitung und Auswirkungen des Befalls, auch was man dagegen tun kann, vorbeugend und therapeutisch.
    Das ganze ist auf unterhaltsame und lustige Art geschrieben, teils mit Anekdoten untermauert. Das mochte ich anfangs sehr, im Laufe der Lektüre fand ich es dann allerdings schon fast etwas anstrengend.
    Das Buch ist gut allgemein verständlich, obwohl auch einiges sehr wissenschaftlich beschrieben ist, eine Gratwanderung, die hier gut gelingt.
    Ein Buch für diejenigen, die sich mit dem Thema beschäftigen wollen, sich aber nicht durch trockene Fachbücher quälen. Ich habe definitiv einiges dazu gelernt und werde in einigen Situationen in Zukunft vorsichtiger sein.

  3. Sam_Foxtrott

    Ein Sachbuch, das Wissen mit Humor verbindet, auch wenn es etwas Feinschliff vertragen könnte.

    Wer ein streng wissenschaftliches Fachbuch erwartet, wird im besten Sinne enttäuscht.
    Diese Lektüre ist kein trockenes Kompendium, sondern eine humorvolle, kenntnisreiche und stellenweise herrlich makabre Reise durch Evolution, Biologie und den oft übersehenen Mikrokosmos unserer Welt.
    Mit viel Witz und überraschenden Querverbindungen vermittelt das Buch Wissen, das weit über die reine Welt der Parasiten hinausgeht. Es nimmt uns Leser mit auf eine gedankliche Expedition, von Zombie-Ameisen über verhaltensmanipulierte Säugetiere bis hin zu gesellschaftlichen Parallelen im digitalen Zeitalter. Dabei ist der Ton bewusst locker, stellenweise fast schon verspielt. An ein oder zwei Stellen war mir persönlich der Humor etwas zu präsent, doch der thematische Umfang und die sprachliche Wortgewandtheit, mit der hier gearbeitet wird, waren insgesamt so erfrischend und unterhaltsam, dass die Lektüre durchgehend ein Genuss blieb.
    So ganz fremd war mir die Materie nicht, und viele der vorgestellten Parasiten kannte ich bereits.
    Alleine der Cordyceps hat durch “The Last of Us” ja schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt 😉
    Umso schöner war es, dennoch auf einige mir unbekannte Vertreter zu stoßen, die mich überrascht und teilweise sogar beeindruckt haben. Aber auch bei bekannten Parasiten bietet das Buch oft neue, tiefere Einblicke und erschreckend detaillierte Hintergrundinformationen, die den eigenen Wissensstand noch einmal deutlich erweitern.

    Gelegentlich hatte ich allerdings den Eindruck, dass die Thematik etwas „all over the place“ war. Manche Kapitel schweiften so weit vom eigentlichen Parasiten ab, dass ich kurzzeitig nicht mehr sicher war, um welchen Organismus es ursprünglich überhaupt ging. Der Text wirkt an diesen Stellen wie ein Blick in ein chaotisches ADHS-Gehirn, das sich über die wildesten gedanklichen Eselsbrücken von einem Thema zum nächsten hangelt.
    Gleichzeitig muss ich aber sagen: Genau diese Struktur hatte auch ihren ganz eigenen Charme. Die Mischung aus Humor, Wissensfülle und assoziativem Erzählen machte den Aufbau letztlich sympathisch und unterhaltsam, statt wirklich störend.

    Wirklich negativ aufgefallen sind mir allerdings einige Rechtschreib- und Grammatikfehler*, die sich durch das Buch ziehen. Normalerweise überlese ich solche Dinge recht problemlos, doch hier sind mir manche Fehler dann doch unangenehm ins Auge gestochen.

    Sehr gelungen fand ich hingegen, dass auch der unerwartete Nutzen mancher Parasiten thematisiert wird. Ich will nicht zu viel vorweg spoilern, am besten ließt man einfach selbst rein um herauszufinden welche das sind, aber diese Perspektiven geben dem Buch zusätzliche Tiefe und zeigen, dass Parasiten nicht nur eindimensionale „Bösewichte“ sind.

  4. Aischa

    Mit „Parasiten“ ist Raoul Mazhar und Dr. Hans-Peter Hutter ein ebenso kenntnisreicher wie unterhaltsamer Streifzug durch die schillernde Welt der Schmarotzer gelungen. Die beiden Mediziner öffnen ihren Leser*innen die Augen für ein Thema, das im Alltag oft mit Ekel oder Angst besetzt ist – und verwandeln es in eine ebenso lehrreiche wie vergnügliche Lektüre.

    Das Buch überzeugt vor allem durch seine enorme thematische Bandbreite. Neben fundierten und anschaulich aufbereiteten Informationen zu Erregern bekannter Krankheiten wie Malaria, Toxoplasmose oder Bilharziose treten auch Parasiten ins Rampenlicht, von denen die wenigsten je gehört haben dürften. Besonderen Eindruck hat auf mich die Zungenfresser-Assel gemacht, die zunächst die Zunge ihres Wirtsfisches verspeist, um anschließend deren Funktion zu übernehmen – ein biologischer Albtraum, der hier ebenso präzise wie erzählerisch packend geschildert wird.

    Eine wirklich originelle und kreative Idee findet sich zu Beginn der einzelnen Kapitel: Unter dem augenzwinkernden Titel „Paramatch – Parasit sucht Wirt“ präsentieren sich ausgewählte Plagegeister im Stil einer Dating-App. Vorlieben, Strategien und „Red Flags“ werden humorvoll verpackt vermittelt und sorgen für einen spielerischen Einstieg in die jeweils folgenden Inhalte. Sehr gut gefällt mir auch die gewählte Gender-Methode: In der Einzahl wird konsequent die weibliche Form verwendet, in der Mehrzahl die männliche. Diese Lösung ist gut lesbar, unaufdringlich und inklusiv – ein Ansatz, der zunächst ungewohnt ist, aber durchaus Schule machen könnte.

    Nicht ganz durchgehend gelungen ist allerdings der Schreibstil. Zu Beginn sorgte das Feuerwerk aus Ironie, Sprachwitz und absurder Übertreibung bei mir für häufiges Schmunzeln. Mit zunehmender Lektüre wirkte diese stilistische Dauerironisierung jedoch ermüdend. Zudem gibt es einzelne Passagen, die übers Ziel hinausschießen: Wenn etwa der rituelle Brauch, verstorbene Ahnen für Zeremonien zu exhumieren, mit dem Begriff „Mumien-Messies“ kommentiert wird, ist das weniger humorvoll als respektlos.

    Ein weiterer kleiner Kritikpunkt betrifft die hohe Dichte an medizinischen und biologischen Fachbegriffen. Ein alphabetisches Glossar sowie ein Stichwortverzeichnis mit Seitenangaben hätten den Nutzwert des Buches deutlich erhöht, insbesondere wenn man später gezielt Inhalte nachschlagen möchte.

    Trotz dieser Einwände bleibt „Parasiten“ ein kluges, mutiges und weitgehend sehr unterhaltsames Sachbuch, das Wissenschaft verständlich macht und dabei neue, ungewöhnliche Wege geht. Ein Buch, das Wissen vermittelt, Perspektiven verschiebt – und zeigt, wie faszinierend selbst die unangenehmsten Mitbewohner unseres Planeten sein können.

  5. Zitro

    Die Welt der Parasiten existiert meist von uns Menschen unbeobachtet und unbeachtet. Aber Parasiten können neben den Tieren auch den Menschen befallen und dann arbeiten sie sich im Körper vor und können großen Schaden anrichten.

    Parasiten ĥaben es gelernt sich anzupassen und können dadurch ihre Wirte befallen. Dabei sind sie erstaunlich spezialisiert und perfekt auf ihren Wirt abgestimmt. Durch ausgeklügelte Maßnahmen merkt der Wirt nicht einmal etwas, bis es zu spät ist.

    Die Beschreibungen im Buch sind sehr faszinierend und zugleich erschreckend. Es wird ausführlich beschrieben wie so ein Parasit lebt und sich vermehrt, ich konnte dabei immer nur ein Kapitel lesen und musste dann Pause machen.

    Die Schreibweise ist locker und man kann alles gut verstehen. Manch Ausführungen waren länger und nicht alles hätte ich wissen müssen.

    Noch sind viele Parasiten eher im warmen Süden zuhause, wo auch die hygienischen Bedingungen nicht so gut sind. Aber durch den Klimawandel werden wir in Zukunft mehr Bekanntschaft mit diesen unheimlichen Parasiten machen,

  6. Zams

    Ich fand die Informationen gut, und das Format mit den Kapiteln, die jeweils eine Spezies von Parasiten behandeln gefällt mir auch, das eignet sich prima, um immer mal wieder ein “Häppchen” zu lesen, auch wenn ich es aufgrund des Themas nicht unbedingt als Gute-Nacht-Lektüre empfehlen kann 😅

    Der Schreibstil ist recht humorvoll gestaltet, was zwar eineraeits toll ist, andererseits hat es das Buch aber auch an manchen Stellen etwas aufgebläht, was es anstrengend zu lesen machte. Da spricht aber dann wieder die Aufteilung dafür, dass man es einfach mal beiseite legt und eine Pause einlegt, dann hat sich das für mich wieder gelegt.

    Ein Highlight für mich persönlich waren die Illustrationen, nicht nur die Dating-Profile am Anfang jedes Kapitels, sondern auch die im Epilog. Eine super Idee.

    Hilfreich fand ich auch den Abschnitt mit einem Crashkurs in Sachen Immunsystem, so eine Auffrischung schadet nicht, wenn man mich fragt, grad bei einem solchen Thema. Ich bin allerdings noch unschlüssig, ob die Platzierung in der Mitte des Buches dafür optimal ist.

  7. Anja Zill

    Mini-Plagegeister
    Hans-Peter Hutter & Raoul Mazhar haben mir auf spannende und witzige Weise die Welt der Parasiten nähergebracht. Ich weiß jetzt, dass schon die Dinos von den gleichen Plagegeistern heimgesucht wurden wie unsere Vögel, warum man den Kuss der „Kusswanze“ sehr ernst nehmen sollte, dass Fische definitiv mit „fremden Zungen“ „sprechen“ können und dass Katzenliebe auch zwanghaft durch einen kleinen Parasiten herbeigeführt werden kann. Diese und viele andere Wesen werden nicht nur vorgestellt, sondern es wird sehr anschaulich und trotzdem locker beschrieben, mit welchen Strategien die jeweilige Immunabwehr außer Kraft gesetzt bzw. getäuscht wird. Das Buch gibt anschaulich viel biologisches Wissen weiter, was bei mir verschüttet war. Es ist ein Sachbuch, aber es ist ungemein kurzweilig zu lesen. Trotzdem brauchte ich Zeit, um die einzelnen Wirkungsketten wenigstens im Ansatz zu verstehen. Es ist halt ein Fachbuch und man kann sich nicht nur berieseln lassen. Also wer mehr über diese Geschöpfe wissen will, wer vielleicht auch gern nochmal eine Auffrischung in Tropenkrankheiten benötigt, der sollte zu diesem Buch greifen. Es macht Spaß. Auch mein 78jähriger Papa, der es noch schnell lesen musste, war begeistert und Bio ist nicht sein Steckenpferd.

  8. Carla

    Leute mit schwachen Magen sollten einen weiten Bogen um dieses Buch mach. Das Autorenduo Hutter und Mazhar beschreibt teils sehr detailliert und drastisch die Entwicklungsstadien einzelner Parasiten. Auch innerhalb des Wirtkörpers. Das grausame Schicksal des Wirtes bleibt auch uns Menschen nicht erspart. Die Autoren brechen all das auch gleich mal bis auf die biochemische Ebene herunter. Klingt kompliziert, ist es auch. Daher gibt es sogar einen Einschub über die Funktionsweise des Immunsystems. Dadurch kann man als Leser dann nachvollziehen mit welchen teils hinterlistigen Tricks Parasiten dieses austricksen können.

    Dabei das Buch noch einigermaßen harmlos. Wir lernen das selbst Dinosaurier schon von diese kleinen Quälgeistern belästigt wurden und erfahren viel über Hallstatts Bergarbeiter und Ötzis Wehwehchen.

    Das ist alles spannend und lustig. Und vor allem recht weit weg für den modernen Leser. Doch das ändert sich wenn die Autoren auf die Chagas-Krankheit zu sprechen kommen. Eine heimtückische Krankheit von der ich vor dem Buch noch nie gehört habe. Von der aber geschätzt 18 Mio. Menschen betroffen sind. Die aber geografisch eh weit weg ist. Also noch…

    Das Buch beschönigt nichts, gibt aber auch praktische Tipps zum Schutz gegen Parasiten. Eine Erinnerung warum richtige Hygiene so wichtig ist.

    Lediglich den Teil über Handysucht und KI fand ich etwas bemüht. Obwohl da sicher auch was wahres dran ist.

  9. Karina

    Erschreckend und faszinierend zugleich so kann man die Welt der Parasiten beschreiben. Es ist grausig was sie bei ihren Wirten anrichten können aber gleichzeitig ausgesprochen interessant was für Überlebensstrategien die Parasiten im Laufe der Evolution entwickelt haben.

    Das Buch “Parasiten – Meister der Manipulation” von Hans-Peter Hutter und Raoul Mazhar punktet mit einem verständlichen Schreibstil, der mit einer Prise (schwarzen) Humors aufgelockert wird und jede Menge Fachwissen parat hält. Es ist trotz seiner teilweise fiesen Fakten angenehm zu lesen.

    Dank des Buches konnte ich einen guten Einblick in das Reich der Parasiten bekommen. Über mir völlig unbekannten Arten bis zu tiefer gehenden Wissen zu durchaus bekannteren Arten habe ich so einiges Neues lernen können. Es wird auf die einzelnen Parasiten, deren Überlebensstrategien / Entwicklungsstufen sowie die “Wirkung” auf ihre Zwischen- und Endwirte eingegangen aber auch über die Geschichte: denn Parasiten treiben schon sehr lange ihr “Unwesen”, sie plagten schon Dinosaurier und Ötzi.

    Das Lektorat sei ebenfalls positiv erwähnt, denn sowohl in der Formatierung als auch im Text fallen nirgends Fehler auf.

    Dieses Buch bekommt von mir eine ganz klare Empfehlung für jeden, der sich mit Parasiten auseinander setzen möchte ohne beim Lesen von Fachbegriffen erschlagen zu werden.

  10. Klaus

    Kleine Monster
    Dies Buch ist anregend und ekelerregend zugleich. Es bietet Einblicke in eine Welt, die uns zum Glück meist verborgen bleibt und uns doch ständig umgibt.
    Parasiten sind deutlich älter als die Menschheit und waren eigentlich immer schon da, das wird im 2. Kapitel deutlich, in dem mal eben die Geschichte des Universums dargestellt wird. Vorher gab es nach einem kurzen Einstieg schon ein Kapitel über Malaria. Als Auftakt gut gewählt und ich habe hier schon etwas gelernt.
    Doch nicht alle Parasiten sind so bekannt, wenn auch ihre Vorgehensweisen sich oft ähneln. Das wird schnell deutlich, bevor im vorletzten Abschnitt nochmal viele exotische Varianten jeweils kurz dargestellt werden.
    Von der erschreckenden Chagas-Wanze hatte ich noch nie gehört und hoffe, dass sie mir nie begegnet. Sie ist bei uns zum Glück noch nicht verbreitet. Anders als die Toxoplasma gondil, die auch Hauskatzen befallen kann. Die Geschichte des Ötzi macht deutlich, wie lang es die kleinen Ungeheuer schon gibt.
    Die stellenweise grausliche Welt der Parasiten wird in einer bildhaften Sprache und angemessen humorvoll präsentiert, daher lesen sich die 8 Kapitel unterhaltsam. Wissenschaftliche Zusammenhänge werden anschaulich erklärt, man erhält aber auch einen Eindruck von der Komplexität des Themas.
    Sehr hilfreich fand ich den Epilog, in dem die Risiken nochmal zusammengefasst und gut eingeordnet werden. Diesen Abschnitt werde ich mir regelmäßig nochmal ansehen, um sensibilisiert zu bleiben!
    Das buch ist schön gestaltet und eignet sich auch gut als überraschendes Weihnachtsgeschenk.

  11. Lulia

    Das Buch handelt von der bizarren Welt der Parasiten, die nicht nur Krankheiten verursachen sondern auch das Verhalten ihrer Wirte manipulieren. Jedem Parasitentyp ist ein einzelnes Kapitel gewidmet, der diesen im Detail beleuchtet. Besonders hervorzuheben ist der Steckbrief am Anfang jeden Kapitels, der die Hauptmerkmale des Wesens laiengerecht in Form eines „ParaMatches“ humorvoll aufarbeitet. Sowohl die Kapitellängen als auch der Informationsgehalt sind gut ausbalanciert, sodass man durch die trockenen Aspekte des Themas unterhaltsam und zugleich informativ durchgeführt wird. Ein sehr gutes Beispiel dafür, dass trockene Themen sowohl unterhaltsam als auch informativ zugleich sein können.
    Der Schreibstil ist, wie die einzelnen Kapitel, bildhaft, facettenreich und gespickt mit schwarzem Humor.
    Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.

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