Beschreibung
Dieses Buch lässt einen nicht unberührt!
Ja, dieses Buch ist schwer zu lesen – und gerade deshalb notwendig, um jeder Verharmlosung von Gewalt, Machtmissbrauch und autoritärem Denken entgegenzutreten.
Ein eindrucksvoller Roman über Familie, Verfolgung und das Überleben in einer zerfallenden, von Gewalt beherrschten Welt.
Drei Brüder treffen sich im Galizien der 1930er-Jahre in der „Villa Wundergold“, einem Ort scheinbarer Sicherheit. Mit dem Einmarsch deutscher und sowjetischer Truppen 1939 zerbricht diese Welt.
Voneinander getrennt zur Flucht gezwungen, führen ihre Wege durch ein zerstörtes Europa: von Polen nach Italien, in einen Gulag der Sowjetunion, nach England, Deutschland und schließlich nach Österreich.
Ihre Geschichten erzählen von Verlust, Gewalt, Entwurzelung und vom unbedingten Willen zu überleben.
Der bewegende Roman verbindet historische Realität und persönliche Schicksale.
Ein eindringliches Plädoyer für Humanität!
„Der Mensch ist im Guten wie im Bösen frei in seinen Entscheidungen. Das menschliche Gute muss allerdings vor dem ebenso menschlichen Bösen geschützt werden. Dazu sind wir nicht nur, aber besonders in herausfordernden Zeiten verpflichtet.“ – Christoph Zielinski








Katrin –
Bericht aus dunklen Zeiten
Ich bin der Meinung, dass Romane über den Holocaust schwierig sind.
Im Gegensatz zu Überlebendenberichten muss sich ein Romanautor in die Situation seiner erfundenen Figuren hineindenken und das ist meiner Ansicht nach angesichts des fast auswegslosen, alle Bereiche der damaligen jüdischen Existenz betreffenden abgrundlosen Grauens beinahe unmöglich ohne selbst schweren psychischen Schaden zu erleiden. Wer so großes Leid in der Belletristik (schon das Wort offenbart die hier immanente Schwierigkeit) schildern möchte muss sich in jedem Satz, in jedem Abschnitt, in jedem Kapitel streng hinterfragen ob er nicht aus Selbstschutz ins Voyeuristische abgleitet.
Wie aus der Biographie Christoph Zielinskis ersichtlich wird finden sich jedoch die Situationen und Stationen des Romans in der Geschichte seiner eigenen Familie wieder, daher denke ich, der Roman ist aus der Notwendigkeit geboren, das die eigene Herkunft begeitende Unbegreifliche prozessierbar und hinterfragbar zu machen. Wie er selbst der Erzählung voran stellt geht es um die ewige Frage der Freiheit des Menschen sich zwischen Gut und Böse zu entscheiden. Außerdem möchte er in dem Buch die Lücke des von Timothy Snyder nicht wirklich eingehaltenen Versprechens, die Einzelschicksale hinter den 14 Millionen zwischen den beiden totalitären Regimen des beginnenden 20. Jahrhunderts zerriebenen Menschen sichtbar zu machen, schließen.
Meiner Meinung nach wird in den beschriebenen Figuren der intrapsychische Konflikt zwischen guten und bösen Tendenzen meist nicht wirklich sichtbar. Sie versuchen eher, zwischen den wahnwitzigen, jegliche Maßstäbe des bisher als allgemeingültig angenommenen menschlichen Anstands sprengenden neuen Direktiven ihr Überleben zu sichern und eventuell noch einen Vorteil daraus zu schlagen. Hier ist der schriftstellerische Tenor eher an Heinrich Mann als an William Shakespeare angelehnt.
In dem tumultartigen Umbruch aller Werte (wie ihn die expressionistische Literatur der 20er Jahre ja schon vorweg genommen hatte) sterben Menschen gewaltsam aus den nichtigsten Gründen, meist auf Grund von falschen, in einem winzigen Augenblick getroffenen banalen Entscheidungen, manche entwickeln jedoch auch einen 7. Sinn des Überlebens wie Maria Krakauer, die hellsichtig ihre letzten Wertgegenstände, die man ihr mehr oder weniger abpresst, nicht gegen das angebotene Geld sondern gegen unverdächtige falsche Geburtsurkunden hergibt.
Die Sicht Zielinskis auf eine Welt, in der jeglicher humanistische Gesellschaftsvertrag aufgehoben wurde, ist, dass es keine großen Helden und kein großes zu erreichendes Ziel gibt. Es gibt vereinzelte Akte von Menschlichkeit, bei denen nicht ganz klar wird aus welchen ethischen Hintergründen sie sich entwickelt wie bei Maria, die sich des Waisenjungen Michal annimmt, bei Arthur, der im Gulag die fast erfrorene Frau und ihr Kind rettet und bei Garbiniec (hier spielt zumindest bei seiner Mutter wohl die christliche Nächstenliebe eine Rolle), der wiederum Maria, Leonore und ihre Familien versteckt. Gruppen finden sich zusammen, weil man in gegenseitiger Solidarität einfacher überlebt als als Einzelkämpfer. Die Menschen stecken ihre Kraft in Ziele, die oftmals zerstäuben, sobald sie in Sichtweite kommen. Maria, die sogar eine Vergewaltigung über sich ergehen ließ um ihre Schar zu retten und die große Kraft und Umsicht in deren Überleben investiert hat, erkrankt nach der Befreiung an einem rasch progredienten neurologischen Leiden und ihr in Bälde drohender Tod wird angedeutet. Die polnische Befreiungsarmee, für deren Formierung die Männer große Strapazen auf sich genommen haben, kehrt in ein jetzt vom Stalinismus regiertes Polen zurück und man kann erahnen, dass sich die Männer dort in einer ideologisch prekären Situation wiederfinden werden, immer in Gefahr in den Kerkern des KGB zu landen wenn der politische Wind um ein paar Grade die Richtung ändert. Ich denke, hier spielt auch ein sich in den jahrhundertealten jüdischen Erfahrungen in der Diaspora mit ihren wiederkehrenden Pogromen entwickelter Vanitasgedanke eine Rolle, der im Holocaust seinen schrecklichen Gipfel erreicht.
Ein weiteres Thema ist die Unerklärlichkeit des Schicksals, die im Buch von verschiedenen Protagonisten als “die Scherze, die das Leben mit und treibt” beschrieben wird. Aus kleinen Zufällen werden lebensverändernde Wendungen, zum Guten wie zum Bösen. Eine Logik dahinter läßt sich nicht erkennen, schlechten Menschen widerfährt Gutes, guten Schlechtes. Einen Gott, der die Einhaltung seiner Gebote belohnt, scheint es nicht zu geben. Allein durch eine gewisse Pfiffigkeit, ein die Gunst der Stunde Nutzen, kann der Mensch in Grenzen das eigene Leben steuern.
In dem Gedicht von Heinrich Türk, das als Coda am Ende des Romans steht, wird die Kunst als Consolatio für all das kaum Erträgliche angeboten, was etwas überraschend kommt, da dies nach meinem Dafürhalten in den vorherigen Kapiteln kaum thematisiert wurde, es bietet aber nicht nur dem Protagonisten sondern auch dem Leser vielleicht einen Ansatz der Versöhnung mit der Welt.
Das Buch ist meiner Meinung nach wichtig. Es beschreibt aus der Sicht eines Nachgeborenen von Überlebenden die entmenschlichten und doch menschengemachten Zustände, wie sie vor nicht einmal hundert Jahren in Mittel- und Osteuropa geherrscht haben. Den Heutigen zur Warnung angesichts einer Zeit, in der der Bodensatz der Dummheit, den man eigentlich in Deutschland durch die geschichtliche Aufarbeitung als sicher versiegelt angesehen hat, wieder aus allen Ritzen sprießt und in der die Enkel der Shoa in Palästina kaum erträgliches Leid anrichten. Der deutsche Faschismus und seine Folgen sind längst noch nicht verarbeitet, aber ich fürchte, die Menschen überall auf der Welt sind schon wieder dabei neue Wunden aufzureißen statt sich der alten anzunehmen.
Dani –
Inhaltszusammenfassung
In Villa Wundergold erzählt Christoph Zielinski die Geschichten verschiedener Menschen, deren Leben von den Ereignissen des 20. Jahrhunderts geprägt werden. Vor dem Hintergrund von Krieg, Flucht, Verlust und Neuanfängen verknüpft der Autor unterschiedliche Schicksale miteinander und zeichnet ein vielschichtiges Bild einer Zeit, die das Leben unzähliger Menschen nachhaltig verändert hat.
Meine Meinung
Mit dem Buch habe ich mich anfangs etwas schwergetan. Der Schreibstil ist eher erzählend gehalten und enthält vergleichsweise wenige Dialoge. Da ich mich normalerweise über Gespräche zwischen den Figuren leichter emotional in eine Geschichte hineinfinde, hat es bei mir etwas gedauert, bis ich richtig angekommen war.
Ich muss aber sagen: Dranbleiben lohnt sich.
Mit jeder Seite konnte mich das Buch mehr für sich gewinnen. Zwar fiel es mir bei der Vielzahl der Protagonisten manchmal nicht ganz leicht, den Überblick zu behalten, dafür waren die einzelnen Geschichten umso faszinierender. Jede Figur bringt ihr eigenes Schicksal mit und nach und nach entsteht ein eindrucksames Gesamtbild einer Zeit, die für viele Menschen unvorstellbar schwer gewesen sein muss.
Es gibt viele Bücher, die sich mit den Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs beschäftigen. Dieses hier hat sich für mich jedoch deutlich von vielen anderen abgehoben. Gerade durch die Erzählerperspektive entsteht viel Raum für eigene Gedanken und Reflexionen. Immer wieder habe ich mich dabei ertappt, über die geschilderten Ereignisse nachzudenken und mich zu fragen, wie Menschen unter solchen Umständen überhaupt weitermachen konnten.
Besonders gegen Ende habe ich wirklich mit den Protagonisten mitgelitten. Das Buch macht eindrucksvoll deutlich, wie viel Leid, Verlust und Unsicherheit diese Generation erleben musste. Es hat mich einmal mehr daran erinnert, wie froh ich darüber bin, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben. Und ich hoffe, dass Geschichten wie diese auch andere Leser dazu bringen, die Vergangenheit nicht zu vergessen und den Wert eines friedlichen Lebens zu schätzen.
Ein Buch, das etwas Zeit braucht, um seine Wirkung zu entfalten, mich am Ende aber sehr berührt hat.
S –
Das Buch erzählt die bewegende Geschichte dreier Brüder, deren Leben durch den Zweiten Weltkrieg und die nationalsozialistische sowie sowjetische Verfolgung auseinandergerissen wird. Ausgehend von einem Ort der Geborgenheit führt ihr Weg durch ein von Gewalt, Flucht und Verlust geprägtes Europa. Dabei verbindet der Roman historische Ereignisse mit persönlichen Schicksalen Weise.
Dieses Buch ist keine leichte Lektüre – weder wegen seines Themas noch wegen seines besonderen Schreibstils. Gerade der Stil hat mich jedoch überzeugt. Er ist ungewöhnlich und anspruchsvoll, aber passend gewählt: berührend, eindringlich und passend zur Schwere der Ereignisse. Die Figuren wirken authentisch, ihre grausamen Schicksale gehen unter die Haut und machen das unvorstellbare Leid dieser Zeit greifbar.
Villa Wundergold hallt nach, regt zum Nachdenken an und erinnert eindringlich daran, wie wichtig Menschlichkeit und das Erinnern sind. Ein beeindruckendes und bewegendes Buch, das ich gerne weiterempfehle.
Katharina –
Villa Wundergold ist keine leichte Lektüre. Die Geschichte behandelt schwere und erschütternde Themen und hat mich immer wieder nachdenklich zurückgelassen. Gerade deshalb fand ich es passend, dass der Autor die Ereignisse sehr nüchtern und sachlich beschreibt. Er verzichtet auf übertriebene Dramatik – und genau das macht vieles noch eindringlicher.
Die Schicksale wirken authentisch und zeigen auf bedrückende Weise, wozu Menschen in dieser Zeit gezwungen waren und welche Entscheidungen sie treffen mussten, um zu überleben. Vieles davon wirkt noch lange nach und beschäftigt einen auch nach dem Zuklappen des Buches.
Es ist kein Buch, das man “einfach nebenbei” liest, sondern eines, das bewegt und zum Nachdenken anregt. Wer sich für historische Romane interessiert, die ohne Pathos auskommen und gerade dadurch ihre Wirkung entfalten, dem kann ich Villa Wundergold empfehlen.
Mira –
Dieses Buch ist anstrengend zu lesen, denn es beschönigt nichts. Anhand einer großen Familie, die sich in den Wirren des Krieges immer weiter verstreut, werden die Brutalitäten während des zweiten Weltkrieges erzählt – schonungslos, aber nicht dramatisierend. Dabei geht es nicht um das Leben in Nazideutschland, sondern schwerpunktmäßig um Polen und die heutige Ukraine, wo die politischen Fronten noch unübersichtlicher schienen. Geschildert werden exenplarisch an einer jüdischen Familie verschiedene Schicksale, wie es sie in jedem Krieg vermutlich tausende gibt und gegeben hat. Die reine Willkür des Krieges und die Ohnmacht des Einzelnen machen fassungslos und sind nur schwer zu ertragen. Wer überleben will, muss seine Identität wechseln wie Kleidung und Dinge tun, die man sich in seinen schlimmsten Träumen nicht vorstellen mag. Und trotzdem erstaunen auch hier immer wieder kleine, menschliche Gesten, die Hoffnung geben.
Ein eindrückliches Buch, das uns Dinge begreifen lässt, die so nicht in deutschen Geschichtsbüchern stehen. Gerade in der heutigen Zeit ein wichtiges Buch, das deutlich macht, warum Frieden so wichtig und erstrebenswert ist!
Special K. –
Dieser Roman befasst sich den Leben dreier jüdischer Brüder und deren Familien und Bekannten in den 30er- und 40er- Jahren des letzten Jahrhunderts.
In Galizien lebend und zuerst noch davon ausgehend, von Hitlers Nazi-Regime unbehelligt zu bleiben, werden leider auch.die dort lebenden Juden eines besseren belehrt. Und so beschreibt Christoph Zielinski in sehr nüchterner Sprache, was ihnen in dieser Zeit und auch noch nach Ende des Zweiten Weltkrieges widerfährt. Und gerade dieser nüchterne Stil lässt die Leser*innen sehr deutlich die Heftigkeit der Ereignisse und die der damit verbundenen Gefühle spüren, ohne dass eigentlich näher auf letztere eingegangen wird. Fast handelt es sich schon um sachliche Aufzählungen – die einen umso mehr erschauern lassen.
Ich empfehle diesen Roman allen geschichtsinterressierten Leser*innen, zumal er auch nochmal aufzeigt, wie weit die Arme des Regimes reichten, und wieviel Leid es wirklich verursacht hat. Dies ist ja anhand von einzelnen Schicksalen oft eher nachzuvollziehen als in der Gesamtheit.
Sabrina –
3 Brüder treffen sich in den 30er Jahren in der Villa Wundergold in Galizien. Mit Ausbruch des zweiten Weltkriegs werden sie auseinandergeissen. Die Villa Wundergold verfolgt ihre Schicksale und behandelt Themen wie Verfolgung, Verlust und Überleben.
Villa Wundergold ist keineswegs eine Lektüre, die man mal eben zwischendurch liest, da sie wahrlich nicht leicht zu lesen ist. Historisch gesehen fand ich die Geschichte sehr gut fundiert und wer sich für Zeitgeschichte interessiert, der kommt hier ganz auf seine Kosten. Die Protagonisten selbst blieben für mich eher blass bzw. konnte ich keine Nähe zu ihnen aufbauen, was ich allerdings gerade bei diesem Buch positiv hervorheben möchte, da anders diverse Schilderungen noch schwerer zu ertragen gewesen wären – so konnte man als Leser meiner Meinung nach eine gewisse Distanz aufbauen. Die Beschreibungen sind schonungslos und wirken noch lange nach, wodurch das Buch sicher nicht für jeden geeignet ist.
SeverusNyssen –
Zwischen Zerfall und Überleben – ein Roman, der lange nachhallt
Dieses Buch hat mich beim Lesen wirklich nicht kalt gelassen. Es ist keine leichte Lektüre, sondern eine, die einem viel abverlangt – emotional wie gedanklich. Genau das macht sie aber auch so eindringlich und wichtig. Man spürt auf jeder Seite, wie schnell eine scheinbar stabile Welt zerbrechen kann und wie wenig Sicherheit am Ende wirklich bleibt.
Im Zentrum stehen drei Brüder, deren Wege sich durch die Katastrophen des 20. Jahrhunderts immer wieder trennen und neu kreuzen. Was mich besonders bewegt hat, ist, wie unterschiedlich ihre Schicksale verlaufen und doch immer wieder dieses unsichtbare Band der Familie spürbar bleibt. Die Geschichte beginnt in einer scheinbar geschützten Welt, die dann mit dem politischen Umbruch brutal auseinandergerissen wird. Ab diesem Moment gibt es keinen echten Halt mehr – nur noch Flucht, Verlust und das ständige Überleben.
Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, direkt in diesen historischen Strudel hineingezogen zu werden. Die Stationen der Figuren – von Polen über Italien bis hin zu Lagererfahrungen, England und weiteren Orten – zeigen eindrücklich, wie sehr Menschen durch Krieg entwurzelt werden. Dabei geht es nicht nur um große historische Ereignisse, sondern vor allem um die kleinen persönlichen Tragödien dazwischen: zerbrochene Familien, falsche Entscheidungen, Verlust von Identität und Hoffnung.
Besonders intensiv fand ich, wie schonungslos Gewalt, Machtmissbrauch und Ungerechtigkeit dargestellt werden. Es gibt viele Szenen, die schwer auszuhalten sind, gerade weil sie so realistisch wirken. Gleichzeitig gelingt es dem Buch aber auch, immer wieder kleine Momente von Menschlichkeit und Hoffnung einzustreuen – Care-Pakete, kurze Begegnungen oder die leise Erwartung von Heimkehr.
Was mir persönlich hängen geblieben ist, ist dieses ständige Schwanken zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Man merkt, dass Überleben hier nicht nur körperlich gemeint ist, sondern auch emotional. Trotz aller Härte bleibt am Ende ein Gefühl zurück, das lange nachwirkt und zum Nachdenken zwingt.
Für mich ist es ein sehr intensives, aber auch wichtiges Buch, das zeigt, wie zerbrechlich Frieden und Sicherheit sind – und wie stark gleichzeitig der Wille zum Leben sein kann.
Dorothea G., Rezensentin, über NetGalley –
Bisher war mir kaum bekannt, wie das Leben der jüdischen Bevölkerung in diesem Landstrich Europas damals war. Dies wird in diesem Text sehr gut geschildert. Man fühlt mit, wird wütend und hofft für jeden der Charakter, das er überleben möge. Dies ist eine Stärke der Geschichten um die jüdischen Familie Krakauer, die dies alles deutlich macht.
Renate S., Rezensentin, über NetGalley –
Sehr spannend und dramatisch aber auch lehrreich
Dagmar V., Rezensentin, über NetGalley –
Beim Lesen bleibt ein eher schweres Gefühl zurück. Nicht ständig präsent, aber immer wieder dazwischen. Manche Stellen wirken gerade deshalb, weil sie so schlicht sind.
Mit der Zeit zeigt sich, wie schnell sich alles verschieben kann. Dinge, die sicher wirken, sind es nicht mehr lange.
Am Ende bleibt eine Geschichte über drei Brüder, deren Wege sich trennen und die trotzdem miteinander verbunden bleiben, auf eine andere Art als vorher.
5 Sterne und eine Empfehlung für alle, die ruhige, ernste historische Geschichten mögen.
Christine J., Rezensentin, über NetGalley –
Dieser historische Roman spielt in den 1930er Jahren. Am Anfang gibt es ein ruhiges Familientreffen. Im Mittelpunkt der Handlung stehen drei Brüder. Zunächst fühlen die Brüder sich verbunden, aber aufgrund der politischen Lage entfernen sie sich immer mehr voneinander. Sie gehen unterschiedliche Wege, ohne dass sie sich bewußt dafür entscheiden. Der Erzählstil ist flüssig und ruhig, ohne große Emotionen oder Dramen und trotzdem hatte ich beim Lesen hin und wieder ein beklemmendes Gefühl. Ich kann das Buch Lesern empfehlen, die nicht nur nach reiner Unterhaltung, sondern tiefgründigen Geschichten suchen.
lielo 99, Rezensentin, über NetGalley –
Was der Autor allerdings von der Familie berichtet, ist erschütternd. So viele Schicksalsschläge, Verhaftungen und Grausamkeiten mussten die Menschen erleiden. Das macht das Studieren des Buches schwer und von kurzweiliger Ablenkung kann keine Rede sein. Ein schwierig zu lesendes aber umso wertvolleres Buch. Ich werde es gewiss noch einmal lesen.